Round Up Post

Jeder hat in seinem Leben Stress, der eine geht schon hoch, weil es regnet, der andere hat noch zum Feierabend ein Lächeln auf den Lippen und ist gut gelaunt.

Ich habe fünf Experten gefragt, wie sie mit stressigen Situationen umgehen und lest selbst, was dabei raus gekommen ist.

Wie machst du das?

Der Tag fängt schon „gut“ an, du verschüttest Kaffee, dann verpasst du die Bahn oder dein Auto springt nicht an. Endlich auf Arbeit angekommen, bekommst du mega viel Zusatz-Arbeit auf deinen Tisch und dann bemerkst  du, dass dein Smoothie noch Zuhause im Kühlschrank steht.

So jetzt bist du gefragt?

Was sind deine besten Tipps, um wieder positiv in den Tag zu starten?

Was hilft dir, den Kreislauf zu durchbrechen und doch noch gute Laune zu bekommen?

Entspannung

Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um wieder in die eigene Mitte zu kommen.
Das geht relativ leicht, indem man z.B. kurz innehält und bewusst atmet. 
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. 
Meine Lieblingstechnik besteht darin, beim Einatmen langsam bis 4 zu zählen, kurz zu
pausieren und dann langsam beim Ausatmen wieder bis 4 zu zählen und erneut kurz
zu pausieren. Dies wird ein paarmal wiederholt, bis sich eine erste leichte Entspannung 
einstellt.

Falls dies noch nicht reicht, lohnt es sich sehr, etwa eine Minute lang vor sich hin zu grinsen
(muss ja keiner sehen ;-)). Was sich so simpel anhört, hat allerdings einen 
interessanten Hintergrund. Unser Gehirn bekommt von den Nervenzellen 
den Impuls des Lächelns und ist dabei nicht in der Lage,
künstliches von echtem Lächeln zu unterscheiden. Daher fängt es nach kurzer Zeit an, 
Glückshormone auszusenden, was uns dann wirklich in einen besseren Zustand versetzt.

Und so gewappnet, kannst Du Dich dem Stapel Arbeit auf Deinem Schreibtisch widmen.
Schau die Arbeit durch und beginne anschließend, diese nach Wichtigkeit und 
Dringlichkeit (in Sinne der  Eisenhower- Matrix) zu priorisieren. 
Alles, was wichtig und dringend ist, bekommt Vorrang, alles andere wird  nachgeordnet.
Durch diese Priorisierung schaffst Du Dir eine Tagesstruktur, die Dir hilft, 
Deine  Arbeitszeit sinnvoll zu nutzen und am Ende des Tages 
Deine geleistete Arbeit - und damit Dich  selbst - anzuerkennen.

Nun ist da noch der vergessene Smoothie. Eigentlich sollte er für die Mittagspause sein, 
aber was spricht dagegen, ihn am Abend zu genießen? 
Und welche Alternativen hast Du momentan zu  diesem Smoothie? 
Und was ist das Gute daran? Vielleicht gehst Du nun in die Kantine 
und triffst  dort einen sympathischen Kollegen, 
den Du lange nicht gesehen hast? Oder Du gehst in der Pause ein paar Minuten an 
die frische Luft und wenn ja: was macht das mit Dir?

Letztlich darf man sich in solchen Situationen gern die Frage stellen: „Kann ich etwas verändern?“.
Wenn ja, steht man vor der Entscheidung, dies zu tun. 
Falls man aber nichts verändern kann, lohnt es sich nicht, dagegen anzukämpfen,
sondern man sollte die Chance ergreifen und sich fragen,  wie es besser werden kann.

kreiere einen Tag

Verschütteter Kaffee? Nicht wirklich schlimm! Die Bahn ist ohne mich gefahren? Super, dann kann ich jetzt ganz in Ruhe einen Kaffee trinken. Viel Arbeit auf dem Tisch? Ja wunderbar, hier werde ich gebraucht. Da trinke ich erst mal ein Glas Wasser und schlegel meine Klangschale an, die auf dem Schreibtisch steht,  bevor ich mich an die Arbeit mache. Ich plane mir Pausen ein, in denen ich ein paar Atemübungen an der frischen Luft (am offenen Fenster) mache. Ich kann mich ja auch noch auf meinen Smoothie  am  Abend freuen, ein wenig Bewegung auf dem Fahrrad durch die Felder ist ein guter Tagesabschluss.

Stressbewältigung

Mach jeden Tag zu einem guten Tag

Was tun, wenn bei dir morgens gefühlt das eine oder andere schief läuft, und du zudem im Büro mehr
Arbeit auf dem Tisch hast, als du an dem Tag schaffen kannst? Erfahre hier meine fünf Tipps, wie dir
auch solche Tage gelingen:

1. Suche dir als Erstes für einen kurzen Moment einen ruhigen Ort, wo niemand etwas von dir
will, Nimm dir zwei bis drei Minuten Zeit tief ein- und auszuatmen. Konzentriere dich auf den
Atem und komme wieder bei dir an.
2. Fokussiere dich und mache dir einen (am besten schriftlichen) Plan. Schreibe dir auf, welche
Aufgaben wichtig und deshalb prioritär und ausschließlich von dir zu bearbeiten sind.
3. Suche dir Unterstützung. Prüfe, welche Tätigkeiten an andere delegiert oder gegebenenfalls
auf einen anderen Termin verschoben werden können, und veranlasse das Entsprechende.
4. Tue alles dafür, damit du hochkonzentriert arbeiten kannst. Mache Pausen und schaffe dir
mögliche Ablenkungen vom Hals.
5. Wertschätze dich am Abend dafür, wie gut du diesen herausfordernden Tag gemeistert hat.
Schreibe dir in dein Erfolgstagebuch, was an diesem Tag funktioniert hat. Reflektiere für dich,
was du morgen anders machen kannst und nimm dir vor, mindestens einen Punkt
umzusetzen.
Sei dir bewusst, dass es trotz allem ein guter Tag war – auch wenn du möglicherweise nur eine
Aufgabe erledigt oder dir nur eine Sache gelungen ist.
Ich wünsche dir, dass es dir gelingt, jeden Tag für dich zu nutzen. Carpe diem.

Emotionale Expressivität

Die Gesellschaft ist geprägt durch ein Emotionen unterdrückendes Korsett. Wer sich emotional anpasst, negative Emotionen als Maskerade in seinem Gesicht verbergen kann, entspricht der angestrebten Norm.

In meiner täglichen Arbeit unterbreche ich dieses Verhaltensmuster und erarbeite mit meinen Klienten expressive, emotionsregulative Mechanismen. Ich befähige Sie Ihre umweltbezogenen Ressourcen zu erkennen, diese zu nutzen und somit negative, zumeist belastende Emotionen direkt kommunizieren zu können. In diesem Kontext weise ich darauf hin, dass Kommunikationskanäle wie Face-to-Face- Interaktionen bzw. Telefonate am effektivsten sind. Wenn Sie sich jemandem anvertrauen, wünschen Sie sich eine direkte Reaktion Ihres Gesprächspartners. Dies ist über Wege wie WhatsApp und co. oftmals nicht möglich.

Besonders angenehm erscheinen Kommunikationspartner, die ähnlich ticken wie Sie. Suchen Sie sich also bewusst Ihren Gesprächspartner aus, um einmal richtig Dampf abzulassen.

Das oberste Ziel besteht demnach darin, sich wieder Platz für positives Denken zu schaffen und sich von negativen Gefühl zu befreien.

Lösungsorientiertes Denken (erfolgt nach der aktiven Emotionsbearbeitung)

Lassen Sie uns damit beginnen sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Schauen wir uns einmal an, welchen Herausforderungen Sie sich stellen können und welche Sie ggf. delegieren. Fokussieren Sie sich auf Ihre Stärken!

Um Ihnen ein realistisches Zeitmanagement zu erstellen, überlegen Sie sich bitte zunächst wie lange Sie für die Bearbeitung der einzelnen (Teil)Aufgaben benötigen. Die gedanklich geplante Zeit nehmen Sie mal zwei. Oftmals scheitert Zeitmanagement aufgrund von Unvorhersehbarkeiten, die zwar zeitliche Ressourcen in Anspruch nehmen, jedoch nirgends mit eingeplant wurden.

Sollten Sie sich immer noch Sorgen um Ihr kaputtes Auto machen, denken Sie immer daran, dass es sich in den guten Händen Ihrer Werkstatt befindet und Sie nicht die Fähigkeit besitzen es selbst zu reparieren! Man kann nun mal nicht alles können und vielleicht ist Ihr kleiner Ersatzflitzer eine schöne Ablenkung zur Überbrückung der Reparaturzeit.

Der Smoothie wird als Selbstbelohnung betrachtet und in der Lieblingsgeschmacksrichtung neu gekauft. Am morgigen Tag kann dann der im Kühlschrank wartende ebenfalls als Arbeitsbegleiter mitkommen.

WICHTIG! Selbsterfüllende Prophezeiungen entstehen durch positive Selbstbestärkung! (Das Glas ist halb voll und nicht halb leer!)

Petra Payne - Heilpraktikerin für Psychotherapie

"Na, das ist ja nicht gerade gut gelaufen." denke ich so vor mich hin. "Aber: Es ist nun einmal so gelaufen, wie es gelaufen ist." Das heißt, ich kann es jetzt nicht mehr ändern, nur annehmen, am besten ohne mich allzu sehr dabei zu grämen. Und um dann von diesem Punkt aus (also der Akzeptanz, dass das wohl ein Tag mit einem nicht so tollen Start war) für mich zu schauen, was ich tun kann, um in eine positive Energie zu gelangen. Ich sinniere weiter: "Hm, bevor ich mich an den Berg Arbeit mache, der auf meinem Schreibtisch gelandet ist, mache ich mir erst einmal einen duftenden Tee."

Während in der Küche das Teewasser auf die richtige Temperatur gebracht wird, fange ich an, den Berg zu sichten und umzuschichten, sprich meine Arbeit zu strukturieren. So habe ich einen Überblick gewonnen und kann eine Vorstellung davon entwickeln, wie ich das Ganze effizient bewältigen kann. Und schon ist aus dem Riesenberg ein Haufen aus sukzessiv abbaubaren Schichten geworden, die ich deutlich motivierter abzuarbeiten bereit bin als noch vorhin, als mir das Ganze en bloc auf den Tisch geknallt wurde.

Das deutlich vernehmbare Brodeln des Wassers in der Teeküche reißt mich aus meinen Gedanken. Schnell den Tee aufgegossen und das erste Viertel Arbeit angegangen. Dabei immer mal Ausschau gehalten nach der Kollegin, die immer so gute Laune verbreitet. Oft läuft sie an meinem Büro vorbei und schaut kurz auf ein Schwätzchen bei mir rein, sobald sie mich entdeckt. Ich freue mich, als ich sie endlich erblicke und winke sie kurz zu mir ins Büro. Ich erzähle ihr, dass mein Tag nicht so gut angefangen hatte und ich jetzt "Aufbauhilfe" benötige, nämlich ihre Fröhlichkeit. Sie lacht mich an und erzählt mir die neuesten Neuigkeiten in ihrer unvergleichlich mitreißenden, humorvollen Art. Den Tee in kleinen Schlucken trinkend, genieße ich ihr Strahlen.

Ich fühle mich jetzt schon deutlich besser und beschließe, in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang zu machen. "Und dann könnte ich ja noch kurz in den Bioladen an der Ecke gehen und dort einen Smoothie kaufen. Die sind da ja sehr lecker. Oder etwas Obst. Mal schauen, was sie so im Angebot haben heute." Mit dieser wunderbaren Perspektive mache ich mich an das zweite Viertel meiner Arbeit.

So ganz allmählich haben sich die Wolken in meinem Kopf verzogen. Der kleine Spaziergang in der Mittagspause und die leckeren Pflaumen vom Biomarkt tun ihr Übriges. Und nun kann auch ich wieder ein Strahlen hervorbringen. Damit kann ich andere Wolkenfelder wegschieben helfen und das Strahlen anderer wirkt wiederum auf mich zurück.

Gestärkt schaffe ich die gesamte Arbeit und freue mich auf dem Nachhauseweg auf meinen Smoothie, der im Kühlschrank auf mich wartet. Den Smoothie genüsslich schlürfend, sitze ich zuhause vor meinem Computer und schreibe eine inspirierende Geschichte zum Thema Selbstwirksamkeit. Diese Geschichte möchte ich in einem sozialen Medium teilen, um möglichst viele Menschen beim Wegschieben ihrer dunklen Wolken zu unterstützen, damit auch sie wieder strahlen können.

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