Stressprävention im Kindesalter

Bereits im Kindes- und Jugendalter lassen sich vielfältige Symptomatiken finden, die mit einem Stresserleben in Zusammenhang gebracht werden können. In der internationalen WHO-Vergleichsstudie Health Behaviour in Schoolaged Children wurden 2001 und 2002 Kinder- und Jugendliche aus 35 Ländern befragt. Unter den erfassten Symptomen wurde von Müdigkeit und Erschöpfung am häufigsten berichtet.

25 % fühlen sich „fast täglich“ oder „mehrmals in der Woche“ müde oder erschöpft. 21 % erleben dies, nach eigenen Angaben, „fast jede Woche“. Danach folgen Einschlafschwierigkeiten mit 14 % bzw. 11 % und Gereiztheit sowie schlechte Laune (14 % bzw. 17 %). Unter den Schmerzsymptomen werden Kopfschmerzen am häufigsten genannt (12 % erleben sie fast täglich oder mehrmals in der Woche, 12 % fast jede Woche), gefolgt von Rückenschmerzen mit 8 % bzw. 9 % und Bauchschmerzen, die von 7 % mehrmals wöchentlich und von 9 % fast jede Woche erlebt werden.

Wie auch andere Studien zeigen, stehen die Symptomangaben von Kindern und Jugendlichen mit dem Ausmaß des Stresserlebens in Beziehung:

Je mehr Stress erlebt wird, desto höher fallen die Symptomangaben aus.

Quelle: Klein-Heißing, J. (2005). Gesundheit im Kindesalter: Symptomatik, gesundheitsförderliches und gesundheitsriskantes Verhalten. In Lohaus, A., Jerusalem, M. & Klein-Heißing, J. (Hrsg.), Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter (S.113). Göttingen: Hogrefe Verlag; Auflage: 1 (1. Dezember 2005)